Wissenswertes
Paso Doble | Paso Doble |
| Freitag, 30. Mai 2008 | |
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Der Paso Doble ist trotz seiner Herkunft einer zu den Lateinamerikanisch gezählten Tänzen. Er ist eine in Spanien und Frankreich entwickelte Nachstellung des Stierkampfes wobei der Herr den Torero und die Dame das Rote Tuch (Capa) und eine Flamenco-Tänzerin darstellt. 1910 verbreitet sich dieser Tanz auch in anderen Europäischen Ländern, bis er schließlich 1945 in das Turniertanzprogramm aufgenommen wird. In dieser Darbietung muss der Herr all seine Männlichkeit mobilisieren, um bis zum Ende des Tanzes zu dominieren. Groß bzw. breit-gehaltene Arme, teilweise zu einer Abwehrfunktion geformt, und ein „Hervorschieben“ des Beckens tragen dazu bei, dieses Schauspiel glaubwürdig zu präsentieren. Das Besondere am Paso Doble ist die Schrittfolge. Sobald die Musik beginnt, wird sofort angefangen zu tanzen. Von nun an gibt es kein Zurück mehr. Jeder Schritt der Choreografie ist genauestens auf die Musik abgestimmt. Wer einmal aufhört zu tanzen oder sich vertanzt, kommt nur schwer wieder hinein. Es wird nach spanischer Marschmusik im 2/4 getanzt, die oftmals klassischer Weise von Kastagnetten begleitet wird. Die Musik besteht aus einer Einleitung und zwei Hauptteilen mit genau festgelegten Highlights (Höhepunkten) nach denen sich die Choreographie richtet. Da es sehr schwer ist, nach verschiedenen Musikstücken diesen Tanz zu tanzen, wählt man meist das Klassische „Espana Cani“, welches in hunderten verschiedenen Varianten existiert. Natürlich sind auch andere Titel vertanzbar. |
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